Die einheimische Schwertlilie oder Bart-Iris (Iris germanica) hätte es sich gewiß nicht träumen lassen, zu welcher Schönheit, Blütengröße und Festigkeit es einst ihre Nachkommen bringen würden. Mittlerweile gibt es hunderte von Sorten – ein guter Grund, sich von alten, blühfaulen Irissorten zu trennen und auf neue Züchtungen umzuschwenken.

Schwertlilien gehören mit zu den schönsten Stauden. Die neuen Züchtungen wetteifern in Schönheit der Blütenform und Farbenpracht. Doch auch die Blätter, die bei einigen Arten bis in den Winter hinein grün bleiben, sind sehr zierend.
Durch Kreuzungen von Iris germanica mit anderen Arten entstanden die Ausgangsformen der sehr beliebten Bartiris. Außer den einfarbig blühenden Sorten in Weiß, Blau, Violett, Rosa und Braunrot mit allen nur erdenklichen Zwischentönen gibt es auch mehrfarbig blühende.
Verbreitet ist die Meinung, Iris müssten im oder am Wasser stehen. Für diese Standorte gibt es nur drei Iris-Arten. Die Japanische Schwertlilie, die Asiatische Wasseriris sowie die einheimische gelbe Sumpfschwertlilie. Im Gegensatz zu den Bart-Iris werden alle Sumpfirisarten in feuchte Erde und wesentlich tiefer gepflanzt.
Trockene Böden sind ideal
Gepflanzt wird nach der Blütezeit, d.h. Ende Juni. Pflanzen Sie die Iris in trockene, durchlässige Erde. Die Wurzeln sollen wie die Finger einer Hand verteilt, nach allen Seiten frei in die Tiefe wachsen können. Die Erde wird daher angehäufelt, die Iris daraufgesetzt und die Wurzeln ausgelegt. Mit Erde bedecken und anschließend angedrückt. Der ideale Pflanzabstand beträgt 40 cm. An einem sonnigen Platz wachsen die Pflanzen schnell an und können bereits im folgenden Mai/Juni die ersten Blüten tragen. Als Steppenpflanze verträgt die Iris volle Sonne, kann aber auch in etwas schattiger Lage wachsen.
Zwischen den Schwertlilien pflanzt man mit Vorliebe Trockenheits-liebende Pflanzen wie frühblühende Zwiebelblumen, Lein, Gräser, duftende Lilien wie die weiße Madonnenlilie oder die im Juli blühende Königslilie, eine gefragte Kombination in Bauerngärten.
Wer möchte, kann mit den neuen Sorten hübsche Ton-in-Ton Pflanzungen anlegen.
