Frühlingswinde müssen wehen, bevor die Aussaat im Freien beginnt. Keimende Samen brauchen nicht nur Feuchtigkeit, sondern Wärme und viel Sauerstoff. Warten Sie deshalb im März noch einige Tage, bis der Boden abgetrocknet ist und nach Regen nicht mehr schmiert.
Andererseits ist es wichtig, die Samen an den Strom der Bodenfeuchte anzuschließen, die in den feinen Kapillarröhrchen aufsteigt. Damit
das im Winter entstandene Gefüge nicht durcheinander kommt (und die Samen im austrocknenden Boden liegen), wird im Frühling nicht mehr gegraben, sondern nur mit dem Kultivator oder Rechen die Oberfläche ganz leicht gelockert und feinkrümelig geebnet.
Nun lassen sich mit Schnüren und Reihenzieher die Beete einteilen. 20-25 cm sind ein gängiger Reihenabstand. Nicht tiefer als 2-5 cm, je nach Pflanzenart, sollen die Rillen sein, denn sowohl die meistens feinen Samen von Salat oder Möhren als auch Erbsen und Bohnen wollen “die Glocken läuten hören”. Möglichst dünnes Auslegen des Samens ist wichtig, dann braucht man später weniger zu verziehen. Geübte lassen ihn Korn für Korn zwischen den Fingern im Abstand von 2-5 cm fallen. Meist wird man ihn ganz vorsichtig aus der geöffneten Samentüte schütteln oder durch leichtes Klopfen herausfallen lassen.
Ziehen Sie nach dem Säen mit der Harke lockere Erde darüber. Wichtig ist das Andrücken mit dem Harkenrücken. Dadurch erhält der Samen Bodenkontakt. Erst danach wird mit feiner Brause gründlich angegossen, ohne den Boden zu verschlämmen. Bis zum Aufgang nicht austrocknen lassen.
Unterschiedliches Saatgut
Manche Jungpflanzen fühlen sich in Gemeinschaft wohler und stützen sich gegenseitig, wenn sie (wie zum Beispiel Bohnen oder Mais) bei vollem Behang umzufallen drohen. Horstsaat: 3-6 Samen legt man in eine flache Mulde und häufelt nach dem Aufgang rundherum an. Markiersaat: Da Möhren lange zum Keimen brauchen, mischt man einige Körner schnell wachsender Radieschen oder Schnittsalat dazwischen. Sie zeigen bald die Reihen auf, erlauben frühzeitig das Lockern und Hacken. Saatbänder: Sie sind eine wertvolle und beliebte Hilfe, wenn man sich das spätere Verziehen sparen will. In Streifen aus Papier ist der Samen schon dünn verteilt in günstigem Abstand ausgelegt. Pillensaatgut: Der oft sehr feine Samen von Salat, Möhren oder Kohl ist mit Tonmehl umhüllt. Damit kann man die Körner gut fassen und gleich im richtigen
Abstand auslegen. Vlies und Schlitzfolie: Beide halten die Saatbeete lange Zeit feucht und fördern den Aufgang. Günstiges Kleinklima lässt die Jungpflanzen darunter besser gedeihen.
Kommen die ersten warmen Tage, kann die Aussaat-Saison beginnen. Alles, was Sie zur Aussaat im Freien benötigen, erhalten Sie in unseren Gartencentern. Unsere Mitarbeiter geben Ihnen auch gern Tipps zum erfolgreichen Gelingen!