Ihr Image als liebenswerte Großmutterblumen haben Akeleien längst abgelegt. Galten sie früher als ein Relikt des Biedermeiers mit gerüschten Blüten und altmodischen Sorten, so präsentieren sie sich heute in modischen Farben und raffinierten Blütenformen.
Akeleien sind uralte Bauerngartenblumen und ein Inbegriff der Romantik. Vermutlich hatten die Dichter sie im Sinn, als sie von der berühmten “Blauen Blume” sprachen. Doch längst gibt es von ihnen auch faszinierende gelbe, weiße und rote Farben. Die neuen Züchtungen glänzen besonders mit sehr langer Haltbarkeit. Knospig kann man sie in Frühlingsschalen pflanzen und nach dem Abblühen auf ein Beet im Schatten.
‘Origami‘ heißt eine neue Traumakelei, die mit großen, klaren Blüten und zarten Farben in Weiß, Gelb und mit Kombinationen wie Blau-Weiß und Rot-Weiß an Elfen oder Schmetterlinge erinnert. Die Blütenblätter dieser Züchtung laufen in charakteristischen, leicht geschwungenen Spornen aus. Die wüchsigen Pflanzen werden ca. 40 cm hoch, sind robust und standfest.
Romantische Blütenfülle
Die anmutig gerüschten Frühjahrsblüher erinnern an die romantischen Zeiten von Biedermeier und Barock. Schon damals lösten die aufrecht dem Betrachter entgegenschauenden interessanten Blüten mit kelchförmigen, halb geschlossenen “Reifrock-Blüten” Entzücken aus. Vor allem in England ist die neue ‘Winky’-Serie sehr populär geworden. Sie zeichnet sich aus durch kräftig gefärbte Blüten, die dicht an dicht wachsen. `Winky Blue White´ erscheint klassisch in Blau – Weiß mit ausdrucksvoller Blütenform. `Winky Double Red White´ erfreut mit kleineren, dicht gefüllten Blüten in romantischem Rot-Weiß.
Foto: Kiepenkerl
Sehr gut passen die in größeren Töpfen vorgezogenen Akeleien auf Terrasse und Balkon. Eine schöne Kombination ergibt sich in Gesellschaft von Frühjahrsblühern wie Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln und Aurikeln. Sind sie dann ausgeblüht, kann man die romantischen Stauden in den Garten auspflanzen. Sie werden im Abstand von 20-30 cm in Gefäße oder Beete mit humosem Boden gepflanzt. Besonders gut kommen sie vor grünen Hecken, Mauern, an Wegen, im Bauerngarten oder vor Gehölzen zur Geltung. Die ca. 50 cm hohen Staudenstars blühen von April-Juni. Sie leiben Sonne oder Halbschatten, kommen aber auch mit lichtem Schatten zurecht und blühen besonders lange. Sogar in der Vase, wo sich die Blüten wie selbstverständlich in farbenfrohe Frühlingssträuße einfügen.