Nichts kann einen gepflegten Rasen ersetzen. Er bietet dem Auge Ruhe, lässt Blumen und Sträucher optimal zur Geltung kommen und steht als Bühne für die vielen Aktivitäten im Freien zur Verfügung. Damit er so bleibt, ist Rasen-Pflege unerlässlich.
Regelmäßiger Schnitt ab Mitte April (in feuchtwarmen Sommertagen mindestens einmal die Woche) entzieht ihm beständig Nährstoffe, die immer wieder ergänzt werden müssen. Doch nur starke Gräserpflanzen mit kräftigen Wurzeln können verhindern, dass sich Unkräuter und Moos ausbreiten. Auf verarmten und zu schattigen Flächen gewinnen sie letztlich die Überhand.
Lassen Sie Ihren Boden alle 3-4 Jahre untersuchen. Sie erfahren dabei den Nährstoffbedarf und ob versauerter Boden nach einer Aufbesserung mit Düngekalk verlangt.
Foto: Kiepenkerl Rasenmischung Schattenrasen
So wird der Rasen wieder grün:
Ist der Rasen lückig und voller Moos, streuen Sie im Frühling (März-Mai) oder ab August-September bei feuchter Witterung einen Moosvernichter (z.B. Eisen II-Sulfat). Das feine Salz lässt andere Pflanzen unbehelligt, wirkt aber bei feuchtem Wetter sofort. Ist die Witterung trocken, sollten Sie nach dem Ausbringen leicht beregnen. Danach sehen die Flächen einige Zeit schwarz und unschön aus.
Zwei Wochen danach kämmen Sie mit den spitzen Messern des Vertikutierrechens (gibt es auch motorgetrieben und zum Ausleihen im Gartencenter) die Moosreste aus, ebenfalls Filz und Wurzelreste. Der Boden wird so gleichzeitig geschlitzt und belüftet. Ist der Boden stark verdichtet, kommt auch der Einsatz eines Aerifizierers infrage. Dieses Gerät belüftet den Boden und hebt dabei Erdstöpsel heraus. Streuen Sie bei beiden Methoden eine Schicht körnigen Sandes darüber, damit der Effekt lange erhalten bleibt.
Foto: Compo
Jetzt können die Gräser Dünger gebrauchen. Allerdings wirken sich übermäßig hohe Stickstoffanteile in unnötigem Wachstum aus. Besser und am Ende auch preisgünstiger als die schnell, aber nur kurz wirkenden Blau-Mineraldünger sind Langzeit-Rasendünger mit Unkrautvernichter. Hier sind Verbrennungen unmöglich, denn nur bei genügend Feuchtigkeit werden Nährstoffe freigesetzt. Günstig für den Rasen sind auch organische Dünger, die nicht ätzen. Sie werden zunächst von Bodenbakterien umgesetzt, wirken erst nach einiger Zeit, dann aber schonend und lange. Im Frühjahr ausgestreut, versorgen sie den Rasen bis zum Frühherbst.
Im Herbst (August-September) nochmals düngen, damit der Rasen über Winter seine grüne Farbe behält.