Pflanzenschutz auf natürliche Art

Groß ist die Not, wenn sich Kolonien von Blattläusen über die zarten Knospen der Rosen hermachen, wenn Kohlgewächse übersät sind mit Läusen und durchlöcherte Blätter vom rabiaten Werk der Raupen künden. Doch wie überall in der Natur, freuen sich bald nützliche Helfer über das reiche Nahrungsangebot und machen sich über die Schädlinge her.

Nützliche Helfer fördern

Foto - Schwegler Geeigneter Nistkasten

Neben Florfliegen (man nennt sie wegen ihres enormen Appetits auch Blattlauslöwen), Schwebfliegen und Ohrwürmern sind es unsere vielen gefiederten Freunde, die just zur Zeit der größten Schädlingsplage emsig ihren Nachwuchs füttern. Jedes Singvogelpärchen schleppt Berge von Läusen, Raupen und Larven herbei – eine erhebliche Entlastung für unsere Gemüse, für Blumen und Obst. Jetzt ist die richtige Zeit, um für reichlich Nistplätze zu sorgen. In umzäumten Gärten und ruhigen Waldgebieten können die Nisthöhlen in Augenhöhe hängen, das macht das Aufhängen an Ästen und das Reinigen leicht. Der ideale Standort für brütende Vögel ist in Leiterhöhe (ca. 3 Meter), stets auf der windabgewandten Seite (Südosten) , vor praller Sonne und durch einen Drahtgürtel vor allzu hungrigen Katzen geschützt. Bestehen die Nistkästen aus hartem, aber luftig-isolierendem Holzbeton, können auch Spechte und gierige Nesträuber wie Elstern weder das Einflugsloch erweitern noch auf andere Weise in die gesicherte Vogelkinderstube eindringen.

Viele Nistkästen haben im Garten Platz

Übrigens: Es gibt keinen Mindestabstand für brütende Vögel. So leben an einem Baum ohne weiteres 2 Meisenpärchen friedlich nebeneinander und schon allein die Zahl unserer Vogelarten verhindert Rivalitäten. Weil aber die besten Nistplätze bereits im Winter besetzt werden, beginnt die Zeit zum Reinigen der Nistkästen schon im September und endet kurz vor dem Nesterbauen. Alles Baumaterial der früheren Nestbewohner wird dabei entfernt und die Behälter gründlich gereinigt. Man tut damit ein gutes Werk, denn zwischen Federn, Gras und Laub finden Flöhe und Milben ein passendes Überwinterungsquartier – lästige Schädlinge; die auch der heranwachsenden Brut übel zusetzen können.

Im Gartencenter finden Naturfreunde fachgerechte Beratung und eine reiche Auswahl an praktischen , artgerechten Nisthöhlen, passend für unterschiedliche Vogelarten und dazu noch Quartiere für Florfliegen, Hummeln, Wildbienen, Igel Fledermäuse bis hin zu Schwalbennestern und Vogelbädern.