Monatsarchive: Juli 2010

Mediterraner Flair für den Garten

Mit duftenden Lavendelblüten, Olivenbäumchen und entsprechendem Dekor aus dem Gartencenter wird jede Terrasse und jeder Balkon zum südländisch anmutenden Paradies. Überraschend viele Mittelmeerpflanzen gedeihen in Töpfen problemlos auch bei uns.

Hibiskus-Blüten vermitteln tropische Ferienstimmung. Kein Problem, denn aus einer kleinen Topfpflanze wächst in wenigen Monaten ein herrlicher Busch heran. Wenn Sie wollen, können Sie daraus selber ein Stämmchen ziehen. Es lohnt sich, denn Hibiskus blüht unermüdlich, erst auf der Terrasse, dann im Wintergarten oder auf der Fensterbank.

Dekorative Oliven

Olivenbäume sind ein Inbegriff des Südens und seit tausenden von Jahren in Kultur. Die Bäumchen mit den silbriggrünen Blättern sind anspruchslos und gedeihen leicht in Kübeln. Damit sich Früchte bilden, werden zwei Pflanzen zusammengestellt.

Langweilig wird die auf Schlossterrassen und Villengärten erprobte Pracht nicht, denn als Farbtupfer lassen sich blühende Topf- und Kübelpflanzen hinzufügen, auch Tischdecken, Figuren, Rankgitter, Paravents und Sonnenschirme steigern das Urlaubs-Ambiente.

Köstliche Früchte

Genießen wie im Garten Eden – mit den raumsparenden  Fruchtgehölzen in Töpfen ist das ein leckeres und sehr gesundes Thema. Auf kleinstem Raum können Sie Trauben in den Mund wachsen lassen oder von süßen Feigen naschen.  Feigen gibt es mit grünen oder violett-blauen Früchten. Einige Sorten der dekorativen Pflanzen gedeihen in milden Klimaten sogar im Freien und  vertragen leichten Frost. Hohe Erträge rund ums ganze Jahr bringen sie ausgepflanzt im Wintergarten.

Lilien – duftende Schönheiten

Schon bei der Einführung der kirschrosa gesprenkelten Prachtlilie (Lilium speciosum rubrum) aus Japan durch den Würzburger Arzt und Botaniker Siebold (1830) waren die Schönheiten aus fernöstlichen Ländern eine echte Sensation. In der Londoner Society wurden 1862 die ersten blühenden Exemplare der grossblütigen Goldbandlilie (Lilium auratum) oder 1903 der Königslilie (Lilium regale) begeistert gefeiert. Doch nicht nur die Attraktivität der herrlichen Blütenfarben sondern auch ihr wunderbar süßer Duft ist bis heute entscheidend für den Lilien-Enthusiasmus. Allerdings duften längst nicht alle Lilien.

Kiepenkerl Sorte StargazerFündig wird man bei den prächtigen Orient-Hybriden (Lilium-Auratum-Hybriden), einer Klasse, an der neben der Goldbandlilie (L. auratum) auch die Prachtlilie (L. speciosum) beteiligt sind. Standardsorten wie die dunkelkirschrote ‘Star Gazer’, ‘Mediterranea’ (dunkelrosa), ‘Sierra Nevada’(weiß mit Gelb) oder die zartrosa ‘Muscadet’ zeichnen sich aus durch robustes Wachstum, Duft und sehr große Blüten. Wahre Duftschleudern sind auch die trichterförmige weiße Madonnenlilie (L. candidum) mit Blüte im Juni-Juli zur Rosenzeit und die weiß-gelbe Königslilie (L. regale) aus China. Beide sind bewährte und schöne Bauerngartenblumen.

Mit langen Blütenschlünden, kräftigem Wuchs (150 cm) und starkem Duft warten die Trompeten- oder Trichterlilien auf. Ursprünglich aus China, blühen Sorten wie ‘African Queen’ (orangegelb) oder ‘Pink Perfection’ (dunkelrosa) gleich büschelweise. Während diese Lilienklasse unbedingt Halt durch hohe Stöcke braucht, kommen die nur 80 cm hohen, standfesten, meist weißen Longiflorum-Hybriden ohne Stützen aus. Im Freiland blühen sie im August. Den Abschluß im Gartenjahr (August bis Oktober) bringen die japanischen Prachtlilien (L. speciosum rubrum). Bis zu 20 zartrosa Blüten mit dunkelrosa Flecken gruppieren sich an einem drahtigen, 60-80 cm hohen Stiel. Ihr Duft ist zart, angenehm süß und nicht aufdringlich. Deshalb wird sie gerne auch in Töpfen kultiviert.

Auf den richtigen Standort kommt es an

Pflanzen Sie Lilien in Gruppen (Abstand ca. 30 cm), niemals einzeln, denn das Single-Dasein bekommt ihnen nicht. Die meisten Sorten ziehen sandig-anlehmige Böden und Waldrandbedingungen, also viel Humus und Halbschatten, vor. Eine gute Handvoll Hornspäne oder organischen Dünger im Frühjahr gestreut und eingearbeitet genügt den Pflanzen als Nahrung. Auf schweren Böden sollten Sie für guten Wasserabzug sorgen, denn bei stauender Nässe faulen Wurzeln und Zwiebeln leicht. Pflanzen Sie deshalb auf kleine Hügel und betten Sie die schuppigen Zwiebeln 12-20 cm tief in eine Schicht aus lockerer Erde, Kompost oder käuflichem Humus und Sand. Pflanzzeit ist das zeitige Frühjahr, auch im späten Herbst kann man die durch Austrocknen gefährdeten Zwiebeln in den Boden bringen. Nur die weiße Madonnenlilie wird schon gleich nach ihrer Blüte im August gepflanzt und 1 cm hoch bedeckt. Noch vor dem Winter treibt diese Art frostharte Blätter. Alle anderen Lilien brauchen etwas Winterschutz (Laub, Reisig) und bringen erst im Frühling ihre glänzend grünen, saftigen Blätter hervor.

Lilien kann man in unseren Gartencentern bereits blühend in Töpfen kaufen oder ab August Lilienzwiebeln zum Pflanzen. Wer den Duft gern hautnah erleben möchte, pflanzt die fleischigen Zwiebeln zu 3 oder 5 Stück in Töpfe und bringt das Arrangement in die sommerliche Wohnung oder auf die Terrasse, um sich an den tropischen Aromen zu erfreuen.Kiepenkerl Bunte Lilienmischung

Tipp: Dekorative Töpfe für Kübelpflanzen

Erst mit dekorativen Gefäßen erhalten wertvolle Pflanzenschönheiten den passenden Rahmen. Die Auswahl an Materialien und Farben ist dabei sehr groß – ob Terrakotta, glasierter Ton, Zink, Rattan oder Kunststoffgeflecht, erdfarben oder in modernem Terrazzo-Anthrazit.

In jedem Fall sollte der Topfgarten praktisch zu bedienen sein, sich dekorativ in die Umgebung einfügen und die Pflanzen wirkungsvoll zur Geltung kommen lassen. Balkon-und Kübelpflanzen, die in der Sonne stehen, haben einen hohen Wasserbedarf. Erhebliche Erleichterung bringen schon Gefäße mit einem Wasserspeicher , mit denen sich ein Wochenende überbrücken lässt. Vergessen Sie untergestellte Füßchen nicht. Sie sehen nicht nur stilvoll aus, sie verhindern auch stauende Nässe.

Renaissance des Gemüsegartens

Ob leckere Tomaten, feurig-roter, gelber oder gar schwarzer Paprika, aromatische Rucolablätter oder zarter Salat – überall feiert der Nutzgarten ein glanzvolles Comeback. Gesundes naschen und beachtliche Ernten einfahren, die den Haushalt um manchen Euro entlasten, das liegt im Trend.

Lohnende Ernten versprechen auch jetzt noch zahlreiche altbekannte Gemüse. Je früher man dünn verteilt auf frei gewordenen Beeten direkt in die Reihen sät, desto größer ist die Auswahl und desto höher ist der Ertrag. Radieschen, Salate und auch die neuen Sommererbsen werden auf leerstehenden Beeten ausgesät.

Foto - Stein Die Zuckererbse `Vitara´ gedeiht schnell im Sommer.

Zuckererbsen im Sommer

Erst seit kurzem gibt es mit den Sorten ‘Zuccola’, ‘Delikata’ und der Sommererbse ‘Vitara’  Zuckererbsen, die man noch mitten im Sommer säen kann. Weil die Pflanzen resistent sind gegen die in der warmen Jahreszeit häufige Mehltaukrankheit, kann man sich an leckeren süßen Zuckerschoten noch bis September-Oktober erfreuen. Auch zu dieser ungewöhnlichen Jahreszeit bringen die Pflanzen noch hohen Ertrag. Zuckerschoten haben zarte, weiche Schalen ohne das übliche zähe Pergamin. Sie sind besonders praktisch, denn man kann sie mitsamt den Hülsen essen, einfrieren oder im Wok auf asiatische Weise dünsten. Werden sie ganz jung geerntet, braucht man keine Körner auszupalen und als Delikatesse ohne viel Putzen im Ganzen verzehren. Zuckersüß schmecken die zarten, knackigen Hülsen roh als Salat oder in Butter gedünstet.

Aussaat schnell getätigt

Nun ist auch die richtige Zeit für Chinakohl, den man im Oktober-November ernten kann. Frühlingszwiebeln, Weiße Salatzwiebeln ‘Lisbon’ und die gelben ‘Senshyu Yellow Globe’ lohnen die Aussaat im Sommer durch frühere Ernten ab nächsten Mai. Sät man jetzt Petersilie, gibt es keine gelben Blätter und obendrein kann man viel länger ernten. Würzige Radieschen und leckeren Spinat für Salate oder zum Kochen kann man bis Mitte September säen. In den Herbstmonaten bringt das Blattgemüse noch tolle Erträge und gute Qualität ohne die befürchteten Schosser, denn die treten nur im Sommer auf.

Foto - Stein Mit einem Schnitt zu ernten ist der Salanova-Salat `Virtuose´.

Den nussig schmeckenden Feldsalat kann man mit Sorten wie ‘Favor’ und ‘Gala’ seit kurzem nicht nur im Herbst, sondern zu jeder Jahreszeit säen. Pflücksalate wie der dekorative ‘Lollo Rossa’ und der zarte Schnittsalat wachsen schnell. Man kann sie direkt in die Erde säen. Ebenfalls Kopfsalate, Endivien und Radicchio.

Saatgut und wichtige Tipps zur Aussaat gibt es bei uns im Gartencenter!